Wer im Freundeskreis erzählt, dass er Ravioli selber macht, erntet oft staunende Blicke. „Ist das nicht super viel Arbeit?“ Nein, eigentlich nicht. Denn neben den unzähligen Füllungen, gibt es einen weiteren Vorteil. Im Supermarkt gibt es beinahe keine Ravioli ohne Ei. Zumindest sind uns bis auf eine kleine Reihe Ravioli ohne Ei bei dm keine aufgefallen und wir suchen seit Jahren danach.

Also Ärmel hochkrempeln, Zutaten besorgen und loslegen! Denn viele Zutaten benötigt man nicht: Hartweizengrieß, Salz, Öl und Wasser genügen vollkommen. Für ca. 24 Ravioli nehmen wir rund 300 g Hartweizengrieß, einen TL Salz, 3 TL Pflanzenöl und 150 ml Wasser und Mehl für die Arbeitsplatte und das Nudelholz. Allers wird zu einem homogenen Teig verknetet. Sollte der Teig zu bröselig werden, einfach etwas zusätzliches Wass hinzugeben. Ist er zu feucht, kann mehr Hartweizengrieß helfen. Anschließend schlagen wir den Teig in Klarsichtfolie ein und lassen ihn zwei Stunden im Kühlschrank ruhen.

Für alle die lieber weiterschauen als weiterlesen wollen, das Rezept hier auch im Video:

Noch ein Hinweis: Grieß ist nicht gleich Grieß. Beim Einkauf unbedingt darauf achten, dass Ihr nciht versehentlich Zartweizengrieß erwischt – denn dieser wird für Desserts verwendet, jedoch nicht für Pasta und ähnliches.

Ravioli ohne Ei mit Raviolirad

Nachdem der Teig geruht hat, teilen wir ihn in vier gleichgroße Teile und rollen diese dünn aus. Dabei solltet Ihr unbedingt darauf achten genügend Mehl auf Areitsfläche udn Nudelholz aufzutragen, denn der Hartweizenteig klebt und reißt leicht. Wir versuchen den Teig möglichst rechteckig auszurollen, um den Platz optimal zu nutzen. Anschließend geben wir die Füllung auf den Teig. Je Ravioli verwenden wir etwa zwei Teelöffel. Bei der Füllung genügen dann rund 100 bis 150 Gramm für die angegebene Teigmenge. Achtet unbedingt darauf, dass der Abstand zwischen der Füllung groß genug ist, damit die Ravioli verschlossen und geschnitten werden können.

Auf den ausgerollten und mit Füllung versehenen Teig legen wir ein weiteres Teigrechteck. Dann drücken wir es leicht rund um die Füllungen an, wobei wir darauf achten, dass die Luft entweichen kann. Und nun kommt eines unserer Lieblingsküchengeräte zum Einsatz: das Raviolirad. Natürlich kann man Ravioli auch ohne Raviolirad zusammendrücken und schneiden, doch mit dem Raviolirad geht es schneller, leichter, präziser und sieht besser aus. Außerdem kostet das Rad nur knapp 10 Euro. Einen ausführlichen Bericht dazu findet Ihr in unserem Artikel: „Teigtaschen in Perfektion mit dem Ravioli-Rad!

Die fertigen Ravioli werden in siedendes und gesalzenes Wasser gegeben und sind bereits anch wenigen Minuten fertig, wenn sie oben schwimmen. Noch ein Tipp: Unbedingt darauf achten, dass das Wasser nicht zu stark kocht, dann werden die Ravioli nicht beschädigt und die Füllung geht nicht im Kochwasser verloren.

Das beste an unseren selbstgemachten Ravioli ohne Ei ist jedoch, dass wir uns bei der Füllung komplett ausleben können. Egal ob Ente mit Thymian, Jakobsmuschel mit dezentem Camembert, klassisch mit Hackfleisch oder auch vegetarisch mit getrockneten Tomaten und Gorgonzola. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und da die kleinen Teigtaschen ihr Innenleben verborgen halten, sind sie ideal geeignet, um Ihre Gäste zu erstaunen!