Bis hoch in die Wipfel beim Accrobranche

Mit den Kindern in die Baumwipfel der Vendeé

Park le grand Défi - Accrobranche in der Vendeé

Park le grand Défi – Accrobranche in der Vendeé

Wir nutzen das gute Wetter und machen uns auf den Weg in den Park le grand Défi. Obwohl die Betreiber vielfältige Aktivitäten anbieten, haben wir es auf eine ganz besondere abgesehen. Wir wollen uns das erste Mal im Accrobranche versuchen und ausgerüstet mit Helm und Karabiner und unsere ersten Baumwipfelpfade bezwingen.

Moment – Baumwipfelpfad mit kleinen Kindern? Ja, das geht. Denn in le gran Défi gibt es unzählige verschiedene Wege mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Leider ist unsere Tochter auf der Autofahrt eingeschlafen und trotz guten Zuredens gelingt es uns nicht, sie zum Mitmachen zu animieren. Egal! Noah will seine Kletterkünste unbedingt unter Beweis stellen und passt auch bei der kurzen Einführung auf. Eine Angestellte des Parks erläutert uns, wie wir mit den beiden Karabinern umgehen müssen und wie wir uns in die Seile einklinken müssen, wenn sich der Weg nur noch als „Seilbahn“ bezwingen lässt. Doch bevor wir in die Wipfel steigen, beginnt Noah mit seinen ersten Accrobranche-Schritten. Vorsichtig meistert er drei verschiedene Kinder-Parcours. Das besondere an diesen Parcours: Die Kinder befinden sich nur einen knappen Meter über dem Boden, sodass wir jederzeit helfen und eingreifen können. Während Julie auf dem Waldboden spielt, steigt Noah über Wippen, balanciert auf Baumstämmen und reitet auf einem Schlitten. Wir sind überrascht mit wieviel Energie und Konzentration er mit knapp vier Jahren gleich drei Pfade meistert.

Unser Highlight: Mit vollem Tempo über den See!

Unser Highlight: Mit vollem Tempo über den See!

Dann sind wir an der Reihe. Da sich immer einer von uns um die Kinder kümmert und gemeinsam mit ihnen die Hühner und Ziegen besucht, klettern wir nacheinander und nicht gemeinsam durch die Baumwipfel. Die einzelnen Teilabschnitte sind herausfordernd und jedes Mal, wenn wir uns auf eine der Plattformen am nächsten Baumstamm retten, steigt ein Glückgefühl in uns auf. Konzentriert auf die Spinnennetze, Baumstämme und Seile, die es zu bezwingen gilt, merken wir kaum, wie wir immer höher steigen und uns schließlich rund zehn Meter über dem Waldboden befinden. Und ausgerechnet jetzt können wir nicht weiterklettern. Stattdessen müssen wir die Karabiner einklinken, uns in unser Seilzeug hängen und von der Plattform springen. In Windeseile schießen wir locker 250 Meter über den See der Anlage. Ein atemberaubender Moment! Auf der anderen Seite angekommen führt der gleiche Weg an anderen Seilen wieder zurück. Eine zweite Fahrt erwartet uns. Nach etwa dreißig Minuten klettern wir erschöpft und begeistert über die Holzleiter von der letzten Plattform hinab. Accrobranche war ein unvergessliches Erlebnis, das wir auf jeden Fall wiederholen werden!